Dachaufahrt

Am 15.07.2021 sind wir mit der Parallelklasse und einigen Schülern aus der zehnten Klasse nach Dachau in die KZ-Gedenkstätte gefahren. Um 7:30 Uhr ging es in Rommelshausen an der Rumold-Realschule mit einem Doppeldeckerbus der Firma „Eisemann“ los. Auf der Hinfahrt in der Nähe von Augsburg haben wir eine kleine Pause von 15 Minuten eingelegt. Wir sind gegen 11 Uhr in Dachau mit leichtem Nieselregen angekommen. Wir wurden in Gruppen mit jeweils 15 Personen eingeteilt und dann ging die Führungen auch schon los. Das ganze Gelände wurde durch einen Bach getrennt. Wenn man von oben drauf schaut war auf der rechten Seite das Lager und auf der linken die Häuser der SS-Soldaten und unter anderem das Anmeldehaus der Häftlinge. Vor dem Torhaus haben wir erklärt bekommen, wie die damaligen Häftlinge nach Dachau kamen. Sie wurden in Zugwagons, ohne zu wissen wo es hingeht aus ihrer Heimat abgeholt und wurden ins KZ gefahren.

Durch das berüchtigte Tor mit der Aufschrift „ARBEIT MACHT FREI“ gelaufen, hatte man anfangs ein mulmiges Gefühl, dass nach einer Zeit aber verschwand. Wir lernten Informationen über die Anzahl der Häftlinge im Lager und über die Entstehung des Lagers kennen. Das KZDachau war das erste Konzentrationslager in Deutschland, und somit ein Prototyp für beispielsweise das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau in Polen. Wir haben viel über das Leben der Häftlinge gehört und wie schlecht es ihnen ging. Als nächstes haben wir an einer Brücke zum Krematoriumsbereich gestoppt und uns wurde erklärt, wie streng das Lager damals kontrolliert wurde. Die Reiseführerin hat uns erzählt: ,,An einem heißen Sommertag hat ein Häftling den ganzen Tag im Gebäude gearbeitet und seine Schuhe sind nicht dreckig geworden, als er wieder über die Brücke ins Lager kam, sagte ein SS-Soldat er habe nicht gearbeitet und wurde bestraft. An einem regnerischen Tag waren seine Schuhe dann dreckig und er wurde ebenfalls bestraft wegen Beschmutzung deutschen Eigentums.“ Hat ein Häftling nur einen Schritt über eine gedachte Linie gemacht, so wurde es als Fluchtversuch angesehen und er wurde direkt von den SS-Soldaten erschossen. Von der Brücke aus haben wir viele Geldmünzen im Bach gesehen. Im Krematoriumsbereich angekommen, wurde erst über den kleinen Ofen gesprochen. Viele der Häftlinge wurden erhängt oder erschossen. Danach von Häftlingen die im Krematoriumsbereich arbeiteten, verbrannt. Es starben insgesamt etwa 41.500 Menschen in dem Lager. Es ging weiter zur Gaskammer mit der Verbrennungsanlage. Man ging in den ersten Raum der Gaskammer mit der Beschreibung es sei eine Umkleidekabine. Als nächstes kam die eigentliche Gaskammer, (das Gebäude hatte den Namen „Baracke X“) mit dem Namen „Brausebad“. Dort wurde die Tür mit 15-20 Häftlingen geschlossen und es wurde durch seitliche Eingänge entweder Kohlenstoffmonoxid oder Blausäure (Zyklon B) eingelassen. Die Gaskammer wurde nur einmal verwendet. Im nächsten Raum waren drei Öfen, in welchen die toten Häftlinge direkt verbrannt wurden. Wieder aus dem Krematoriumsbereich draußen, haben wir mehr über die Baracken erfahren, wie viele es gab, wie es in innen aussah und wie viele Menschen in einer Baracke lebten. Nach den Baracken sind wir zu einem internationalen Mahnmal gelaufen. Das Mahnmal wurde 1959 von dem Architekten Nandor Glid gebaut. Gegen 14:15 Uhr ging es wieder zurück auf den Parkplatz zum Bus. Um 14:45 sind wir wieder nach Hause gefahren. Nach zwei Stunden Fahrt haben wir nochmal eine Pause gemacht.

Um 17:40 Uhr sind wir an der Rumold-Realschule angekommen.